Unsere Spiel- und Basteltipps

1. SPIELEN: BÄUME TASTEN

Eine Person bekommt mit einem Tuch die Augen verbunden, die andere Person führt. Die führende Person führt den blinden Partner zu einem Baum in der Nähe. Nun soll der Baum genau ertastet werden. Wichtig ist dabei die Beschaffenheit der Rinde (rau, glatt, moosig), die Größe, Äste und was sonst noch ertastet werden kann. Die blinde Person wird dann zurück zum Startpunkt gebracht und darf die Augenbinde abnehmen. Jetzt gilt es den Baum wiederzufinden. Ist der Baum gefunden wird gewechselt. 
Wollt ihr noch wissen, welche Bäume ihr betastet habt? Die BUND Naturschutz Kreisgruppe Wunsiedel hat einen tollen Baumkatalog erstellt: https://wunsiedel.bund-naturschutz.de/fauna-flora-des-fichtelgebirges/wildpflanzen/gehoelze/baeume.html. Konntet ihr alle Bäume bestimmen?

 

2. NATURBEOBACHTUNG: BIENEN UND ANDERE INSEKTEN

Auf dem Obstwiesenpfad (in Weißenhorn an der Roggenburger Straße direkt am Ortsausgang) stehen die Obstbäume in voller Blüte. Hier tummeln sich allerlei Insekten. Macht einen Spaziergang über den Obstwiesenpfad. Hier könnt ihr die Honigbienen und die viel kleineren Wildbienen bei der Arbeit beobachten. Wie viele verschiedene Bienenarten und wie viele Insektenarten seht ihr?
Wissenswertes zu den Wildbienen findet ihr hier: https://www.bund-naturschutz.de/tiere-in-bayern/wildbienen.html

 

3. AKTION: MÜLL EINSAMMELN

Nehmt auf euren nächsten Spaziergang eine stabile Tüte mit, zieht euch Gartenhandschuhe an und sammelt den herumliegenden Müll auf. Was ist das seltsamste oder verrückteste Teil, dass ihr einsammelt?
Die Kindergruppe Weißenhorner Biber hat im letzten Jahr innerhalb kürzester Zeit ganze Berge von Müll eingesammelt. Im Wald an der Roggenburger Straße fand sich leider allerhand, das dort ganz bestimmt nicht hingehört: Zigarettenschachteln, Verpackungsmüll, viele verschiedene Folien, Blumentöpfe, Plastikhäschen, Plastikflaschen, Glasflaschen, riesige Glasstücke, unzählige Porzellanscherben von Tellern und Tassen, Teppiche, Dachpappe, Zäune, Reste einer Federkernmatratze, ein Ofenrohr, Fässer und sogar ein halber Rasenmäher. 
Alle sammelnden Kinder waren entsetzt, was mancher Erwachsene da mitten im Wald entsorgt hat. Das gemeinsame Müllsammeln hat trotzdem allen viel Spaß gemacht. Leider müssen wir in diesem Jahr darauf verzichten. Wir hoffen aber darauf, dass jetzt viele Einzelpersonen losziehen und Wald und Feld vom herumliegenden Abfall befreien.

 

4. SPIELEN: FOTOSAFARI

Eine Person ist Fotograf, die andere Kamera. Die Kamera schließt die Augen und der Fotograf führt sie durch die Gegend. Wenn der Fotograf ein interessantes Motiv entdeckt, richtet er die Kamera danach aus und betätigt dann den Auslöser, in dem er der Kamera auf die Schulter tippt. Daraufhin öffnet die Kamera ganz kurz ihre Augen (1-2 Sekunden) und nimmt die Szene auf. Die beiden fotografieren auf diese Art und Weise eine Reihe unterschiedlicher Bilder (5 bis max.10). Der Fotograf sollte darauf achten, dass sich sowohl Nahaufnahmen als auch Panoramabilder darunter befinden. Anschließend berichtet die Kamera über die Bilder, und während die beiden ihre Erfahrungen austauschen, suchen sie die Originalmotive noch einmal auf. Dann werden die Rollen getauscht. 

 

5. NATURBEOBACHTUNG: EINE GERÄUSCHE-LANDKARTE MALEN

Schnappt euch ein Blatt Papier und Stifte und sucht euch einen Platz auf einer Wiese oder auf dem Waldboden. Setzt euch hin und lasst die Geräusche der Umgebung auf euch wirken. Dabei soll dann eine Geräusche-Landkarte entstehen: In die Mitte des Blattes zeichnet ihr euch selbst ein und darum herum zeichnet ihr alle gehörten Geräusche als Symbol (möglichst einfach). Natürlich könnt ihr auch noch die Richtung der Geräusche berücksichtigen. Anschließend könnt ihr eure Landkarten mit denen eurer Freunde vergleichen, z. B. was ihr gehört habt, was angenehm bzw. störend war und was euch evtl. abgelenkt hat.
 

6. BASTELN: EINE LANDSCHAFTSKISTE GESTALTEN

In der Landschaftskiste könnt ihr euer Stück Landschaft gestalten, pflegen oder verbauen. Legt dazu eine Holzkiste innen mit Flies oder Filz aus. Natürlich könnt ihr auch einen großen Blumentopf nehmen und eure Landschaft darin anlegen. Gestaltet eure Landschaft mit einer Wasserstelle, Bergen, einer Wiese, einem Trockenrasen… In der Landschaft könnt ihr auch Getreide anbauen oder einen Baumsprössling pflanzen oder ihr gestaltet eine Landschaft für eure Dinosammlung, eure Einhörner, Pferdefiguren oder Playmo-Piraten. Denkt daran, dass ihr eure Landschaft regelmäßig gießen müsst, damit sie lebt und blüht. So verändert sich die Landschaft je nach Jahreszeit.
Als Varianten könnt ihr auch eine verbaute oder verschmutzte Landschaft mit Gewerbegebiet, Stromtrasse, Autobahn oder Müll gestalten. Schickt uns doch ein Foto eurer Landschaft. Wir sind gespannt, was euch so alles einfällt.

 

7. SPIELEN: GEGENSTÄNDE IM WALD SUCHEN

Geht in den Wald und sucht Gegenstände mit bestimmten Eigenschaften. Sucht etwas spitzes, weiches, hartes, glattes, gerades, rundes, gut riechendes, nicht gut riechendes, glänzendes, schwarzes, seltenes, das wie eine Schlange aussieht, kantiges, das aussieht wie ein Tier, was dich an dich selbst erinnert, knorriges, das sich kalt anfühlt, gezacktes, das sich verändert, das etwas in sich verborgen hat, duftendes, mit einem Loch, stacheliges, mit Durchblick, angeknabbertes…


8. BASTELN: TOLLE NATURBILDER LEGEN

Lasst aus den Gegenständen, die ihr im Wald gesammelt habt, kleine Kunstwerke entstehen. Werdet kreativ und legt schöne, große Mandalas. Das sind kreisrunde Kunstwerke, die um einen Mittelpunkt herum harmonisch gestaltet werden. Oder gestaltet Naturbilder mit Rahmen. Den Rahmen könnt ihr prima aus Stöcken und Steinen legen. Das Bild gestaltet ihr dann im Rahmen. In eure Kunstwerke könnt ihr alles einbauen, was ihr so findet: Fichtenzapfen, kleine Steine, Sand, Blumen, Blätter, Moose und Zweige.
 

9. BASTELN: EINE KUNSTMAPPE ANLEGEN

Macht von jedem Naturbild, das ihr gelegt habt, ein Foto und fertigt eine Kunstmappe an. Hier klebt ihr dann alle Bilder ein, versehen mit einem kleinen Hinweis, wo und wann die Kunstwerke entstanden sind. Das ist eine tolle Erinnerung. Vielleicht hilft es euch auch dabei, weiterhin kreativ zu sein.

 

10. Experiment: PFLANZE DEN ASPHALT DURCHBRECHEN LASSEN

Ab und zu kann man auf einem Gehweg oder einer Straße beobachten, wie der Asphalt aufgebrochen wird und sich eine Pflanze den Weg durch den harten Teer nach oben sucht. Wie ist das nur möglich?
Mit einem Experiment könnt ihr diesen Effekt hautnah miterleben. Dazu füllt ihr einen leeren Joghurtbecher ca. 2 cm hoch mit Wasser und gebt so viel Gipspulver dazu, dass eine zähe Masse entsteht. In diese Masse drückt ihr zwei bis drei Bohnensamen, so dass sie nicht mehr zu sehen sind. Dann braucht ihr etwas Geduld und wartet, bis die Masse hart geworden ist. Nun kippt ihr den Gipsblock auf einen Teller und gießt täglich etwas Wasser auf den Teller so dass er nicht austrocknet. Nach ein paar Tagen wird die Kraft der Pflanzen sichtbar – die Bohnen sprengen den harten Gips!

 

11. BASTELN: WALDMOBILE

Geht in den Wald und sammelt kleine Äste, Zapfen, große Äste, Zweige mit Nadeln und ähnliches. 
Zuhause braucht ihr dann eine feste Baumwollschnur und einen Akkuschrauber mit kleinem Holzbohrer. Schnappt euch einen schönen Ast, der breit genug ist, so dass ihr kleine Löcher hineinbohren könnt. Bohrt nun ein durchgehendes Loch auf der linken und eines auf der rechten Seite. Schneidet ein Stück Faden ab und fädelt jedes Ende durch eines der beiden Löcher und verknotet die Fadenenden am Ast. Jetzt könnt ihr euren Ast aufhängen. 
Nun knotet ihr ein Stück Schnur irgendwo zwischen eure beiden Löcher an den großen Ast und befestigt daran euer gesammeltes Material

 

12. Fichtenspitzenhonig machen

Sammelt ca. 200 g frische Fichtenspitzen im Wald. Lasst sie in einem Topf zusammen mit einem Liter Wasser und zwei in Scheiben geschnittenen Bio-Zitronen 24 Stunden ziehen. Dann kocht ihr das Gemisch ca. 30 Minuten lang und gießt es dann durch ein Sieb. Zur Flüssigkeit gebt ihr dann ein Kilo Zucker hinzu und kocht die Mischung so lange, bis ein dickflüssiger Sirup entsteht. Eine tolle Videoanleitung von der JBN (Jugendorganisation Bund Naturschutz) findet ihr hier: https://youtu.be/J9Uf1-euCBg

 

13. Holundermilch machen

Wusstet ihr, dass man von Holunder nicht nur die schwarzen Beeren, sondern auch die Blüten vielseitig verwenden kann? Besonders köstlich sind diese Blütendolden in Holundermilch. Kratzt aus einer Vanilleschote das Mark heraus und kocht einen halben Liter Milch damit auf. Nehmt drei Holunder-Blütendolden und schüttelt sie leicht, um Insekten zu entfernen. Gießt die heiße Milch darüber und lasst das Ganze 20 Minuten ziehen. Gießt die Milch durch ein Sieb und rührt einen Löffel Honig darunter. Fertig ist die Holundermilch. Ihr könnt sie warm oder kalt genießen. Lasst es euch schmecken!

 

14. Insekten-Schirm aufspannen

Stellt euch mit einem aufgespannten Regenschirm unter einen Strauch und schüttelt an den Zweigen. Ihr werdet erstaunt sein, wie viele (verschiedene) Tierarten in den Regenschirm fallen. Die Tiere könnt ihr in einem größeren Glas, in einer Becherlupe oder unter dem Mikroskop bestimmen. Lasst die Tiere danach wieder frei.

 

15. Holunderblütensirup machen

Sammelt ca. 20 Holunderblüten und legt sie mit den Blüten nach unten auf einen großen Teller, damit die Insekten herauskriechen können. Kocht einen Liter Wasser mit einem Kilo Zucker und 25 g Zitronensäure auf, bis sich der Zucker gelöst hat. Schneidet die dicken Stiele der Blütendolden ab und gebt sie mit den Scheiben von zwei unbehandelten Zitronen in ein großes Gefäß und leert dann den heißen Sirup aus Wasser, Zucker und Zitronensäure darüber. Verschließt das Behältnis möglichst dicht und lasst das Ganze bei Zimmertemperatur drei Tage ziehen. Zwischendurch könnt ihr immer mal wieder schütteln. Gießt dann den Sirup durch ein feines Sieb in einen Topf. Gießt nur wenig Sirup in ein Glas und füllt dann mit Sprudel auf. Mmmh, lecker!
Um den Sirup haltbar zu machen, kocht ihr ihn nochmal auf und füllt ihn ausgekochte Flaschen und verschließt diese sofort.

 

16. Blütenbrot machen

Ein Käsebrot zum Abendessen ist euch zu langweilig? Dann macht euch ein leckeres Blütenbrot aus essbaren Blüten und Kräutern. Viele Blüten, die ihr kennt, sind essbar: Gänseblümchen, Löwenzahn, Rotklee. Die jungen Blätter des Löwenzahns schmecken ebenfalls gut, ebenso wie der lilafarbene Gundermann. Oder vielleicht blüht in eurem Garten oder auf dem Balkon schon eine Ringelblume? Um das Brot etwas würziger zu machen, könnt ihr es mit Schnittlauch oder Kresse garnieren. Verwendet nur Blüten und Kräuter, die ihr kennt!

 

17. Erdbeerbutter machen

Erdbeermarmelade, Erdbeereis und Erdbeerkuchen kennt ihr natürlich. Aber habt ihr schon mal Erdbeerbutter probiert?
Gebt 150 g weiche Butter und 2 Teelöffel Honig in eine Schüssel und rührt die Mischung mit einem  Handrührgerät cremig. Wascht 100 g reife Erdbeeren, würfelt sie und gebt sie zu eurer Mischung dazu. Jetzt zerkleinert ihr alles mit einem Pürierstab und mischt es zu einer glatten Masse, die ihr dann kalt stellt. Richtig lecker schmeckt die Erdbeerbutter auf frischem Brot oder Hefezopf.

 

18. Insektenhotel bauen

Mit einem einfachen Insektenhotel aus einer Weißblechdose könnt ihr euch viele kleine Krabbeltiere auf den Balkon oder in euren Garten holen. 
Spült eine Blechdose gut aus und entfernt das Papier. Die Dose könnt ihr noch bemalen, dann schaut sie später lustiger aus. Bohrt oben und unten ein Loch hinein (gegenüber von einander) und zieht eine Schnur hindurch. Daran könnt ihr das die Dose später aufhängen. Drückt etwas Lehm auf den Boden der Dose (oder gebt etwas Holzleim hinein) und füllt dann die Dose möglichst kompakt mit Ästen, Stroh und markigen Stängeln wie Brombeere oder Holunder. Drückt alles in den Lehm (oder den Holzleim) hinein, damit nichts herausfallen kann. Jetzt könnt ihr euer Insektenhotel draußen aufhängen.

 

19. Waldspaziergang machen

Macht einen Spaziergang im Wald, mit Mama, Papa, Bruder, Schwester oder den besten Freunden. Für ganz viel Spaß im Wald sorgen die nachstehenden Spielideen.

 

20. Zapfenweitwurf

Jeder sammelt drei Fichtenzapfen, die auf dem Boden liegen. Dann vereinbart ihr ein Ziel,
zum Beispiel einen Baumstumpf in einiger Entfernung, der getroffen werden soll. Wer von euch trifft?
Wer wirft die Zapfen am weitesten?

 

21. Klee kitzeln 

Der Waldboden ist oftmals bedeckt von grünem Sauerklee. Der Klee ist kitzlig! Kitzelt ihn ganz lange sanft mit den Fingern, dann klappt er seine Blättchen nach unten. Wenn ihr genau hinhört, könnt ihr ihn vielleicht sogar kichern hören.

 

22. Barfußpfad 

Im Wald aus den Schuhen schlüpfen ist ein besonderes Erlebnis: das weiche Moos, die picksenden Nadeln, Wurzeln und raschelndes Laub auf dem Weg. Probiert es mal aus! 
Baut einen Barfußpfad. Dafür sammelt ihr verschiedene Materialien, die ihr nacheinander aufreiht. Dann lauft ihr barfuß darüber. Vielleicht traut ihr euch ja sogar dabei die Augen zu schließen.

 

23. Feengarten bauen

Baut einen winzigen Fantasiegarten für die Waldwesen. Nutzt dazu Material aus dem Wald, wie Moos, Rinde, Äste, …

 

24. Baumgesichter gestalten

Mit feuchtem Lehm lassen sich tolle Baumgesichter gestalten. Klebt dazu den feuchten Lehm direkt auf den Baum. Alternativ könnt Ihr bemalte Holzstücke in Form eines Gesichts an einen Baumstumpf (bitte nicht an lebende Bäume) schrauben.

 

25. Eine Insektenfallgrube bauen

Grabt ein Loch in die Erde, stellt ein Glas hinein und schaufelt die Erde rundherum wieder zu. Der Rand sollte genau ebenerdig abschließen. Legt als Köder Käse, Apfelstücke, Kekskrümel oder Wurstwürfel in das Glas. Der Geruch wird vorbeikommende Insekten anlocken. Legt vier Steine rund um das Glas und eine Holzplatte als Regenschutz darüber. Am nächsten Morgen entfernt ihr die Platte, holt das Glas heraus und beobachtet und bestimmt euren Fang in der Becherlupe oder unter dem Mikroskop. Lasst die Tiere danach wieder frei. Nehmt am nächsten Abend andere Köder, um zu sehen ob davon andere Insekten angelockt werden.