Ergebnisse der Wahlprüfsteine zu den Bürgermeisterwahlen im Landkreis Neu-Ulm
Die anstehenden Kommunalwahlen, am 8. März 2026, haben uns als größten Naturschutzverband des Landkreises Neu-Ulm (ca.2500 Mitglieder) veranlasst, zu fragen: Was erwarten wir von den zukünftigen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Bezug auf den Umwelt- und Naturschutz? Daraus entsprang ein Katalog an Fragen („Wahlprüfsteine“), die wir allen Bürgermeister- Kandidatinnen und -kandidaten mit der Bitte um Beantwortung übermittelt haben. Der Fragenkatalog enthält Fragen nach Hochwasserschutz, Stadtentwicklung, Artenvielfalt und Biotopverbund, Klimaschutz, Mobilität und der Einbindung nichtstaatlicher Umweltorganisationen.
Von den 31 angeschriebenen Kandidatinnen und Kandidaten haben 11 geantwortet: Katrin Albsteiger, Kati Ernst, Thomas Hartmann, Sebastian Sparwasser, Claudia Schäfer-Rudolf, Andreas Büch, Kerstin Lutz, Michael Neher, Thomas Franke, Konstantin Zanker und Kasim Kocakaplan. Die einzelnen Antworten der Kandidaten können Sie mit einem “Klick” auf die Namen nachlesen.
Wir haben mit einer 3-köpfigen parteiunabhängigen Jury die Antworten nach ihrer Übereinstimmung mit BUND-Positionen bewertet und mit Schulnoten von 1-6 (hohe Übereinstimmung- keine Übereinstimmung) versehen. Bei Note 1 wäre eine maximale Übereinstimmung mit Zielen und Positionen des BUND Naturschutz gegeben, Note 6 entspräche minimaler Übereinstimmung.
Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten erreichten Note 2-3, herausragend waren Kati Ernst (Neu-Ulm) mit Note 1,4 und Michael Neher mit Note 1,9!
Die Kommunen haben den Werkzeugkasten für die Zukunft in der Hand: Sie können Bayern artenreicher, klimafester und lebenswerter machen – oder zulassen, dass wertvolle Natur weiter unter Druck gerät. Flächensparen, Biotope schützen, die Energiewende naturverträglich gestalten und Ortskerne stärken, statt immer neue Baugebiete auszuweisen. Das sind ganz konkrete Aufgaben vor Ort. Wer kommunale Verantwortung übernimmt, entscheidet unmittelbar über unsere Lebensqualität. Natur- und Klimaschutz sind keine Kür, sondern Pflichtprogramm jeder Gemeinde, die Bürgermeister/innen haben somit in der Kommune eine zentrale Rolle bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen vor Ort.
Das Ergebnis macht aus der Sicht des BUND Naturschutz deutlich, dass es für die Zukunft durchaus noch Diskussionsbedarf über Ziele und Umsetzung für eine nachhaltige Entwicklung der Städte und Gemeinden in unserem Landkreis gibt. Wir rufen alle Bürger auf, daran mitzuwirken, zur Wahl zu gehen und sich aktiv in Entscheidungsprozesse einzuklinken.
Wolfgang Döring, 1. Vorsitzender des BUND Naturschutz Neu-Ulm
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Wolfgang Döring
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89264 Weißenhorn
Tel.: 0163-53 18 570
