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Sie wollen mitmachen? Gemeinsam mit anderen engagierten Menschen bei uns im Landkreis/ in der Stadt etwas bewegen? Aktiv dazu beitragen, dass über all den Baumaßnahmen und der Wirtschaftsförderung die Natur und Umwelt nicht völlig unter die Räder kommen?

Wir suchen engagierte Naturschützer, die uns bei Pflegemaßnahmen und Amphibienschutzeinsätzen unterstützen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


Schützen und Helfen!

Achtung, die Hochphase der Amphibien-Wanderungen beginnt! Wir bitten Autofahrer um Rücksicht und Helfer um Mitarbeit

Die wärmeren Frühlingstemperaturen verbunden mit Regenfällen führen dazu, dass jetzt  die Hochphase der Amphibienwanderungen stattfindet. Viele ehrenamtliche Helfer des Bundes Naturschutz (BN) retten in diesen Tagen  Fröschen, Kröten und Molche vor dem Verkehrstod.

Der BN appelliert an die Autofahrer, nun Rücksicht zu nehmen, nicht nur auf die Amphibien, sondern auch auf die Helfer am Straßenrand! Ehrenamtliche Helfer können sich beim BUND Naturschutz melden.

Zudem bittet die Bund Naturschutz-Kreisgruppe Neu-Ulm um Hinweise der Bevölkerung zu bislang unbekannten Amphibienwanderwegen, wo wegen fehlender Schutzmaßnahmen noch immer massenhaft Frösche und Kröten überfahren werden. Mitteilungen diesbezüglich bitte an den Bund Naturschutz Neu-Ulm unter 0173 / 3249171 oder per e-mail unter BundNatNU@aol.com.

Auch 2019 verlassen nach dem Winter  und dem starken Tages-Temperaturhoch schon ab Anfang  März die allerersten Frösche ihr Winterquartier. In den Wochen zuvor waren die Nächte meist noch viel zu kalt und zu trocken. Amphibien brauchen feuchtwarme Abend- und Nachtstunden zum Wandern, vorzugsweise bei Regen und einer Temperatur von über 5 °C. Sprunghaft gestiegene Temperaturen verbunden mit leichten  Regenfällen machen die Tiere mobil: scharenweise überqueren dann  Amphibien die Straße, um Teiche und Feuchtgebiete zum Ablaichen  zu erreichen.

Schwerpunkte der Wanderung sind Talräume, in denen der Wald an Tümpel oder Weiher grenzt. Ohne Rücksicht und Hilfe haben viele Amphibien kaum eine Chance, zahlreiche Populationen sind bereits ausgerottet worden. Achten Sie nun auf wandernde Amphibien, damit der Laichzug der Lurche nicht zum Leichenzug wird.

Kröten bewegen sich nicht nur langsam fort sondern verharren zusätzlich im Scheinwerferkegel in einer Schreckstellung. Wenn sie Glück haben und nicht direkt von einem Auto getötet werden, werden sie häufig ab ca. 60 km/h vom Luftwirbel der Autos erfasst, hochgewirbelt und getötet.

Der Bund Naturschutz  bittet die Autofahrer bei nächtlichen Fahrten jetzt um besondere RücksichT

Achten Sie auf folgenden  Strecken mit Amphibienzäunen auf angepaßte Geschwindigkeiten  (Tempo 30) zum Schutz der Tiere und der ehrenamtlichen Helfer an den Wanderbereichen – auch im eigenen Interesse, denn zerquetschte Amphibien wirken auf Asphalt wie Schmierseife:

  • Hausen - Holzschwang; 
  • Hirbishofen - Pfaffenhofen; 
  • Kadeltshofen - Straß; 
  • Finningen - Neu-Ulm;
  • Illertissen am Dorfweiher;
  • Thalfingen - Pfuhl; 
  • Steinheim - Remmeltshofen;
  • Bellenberg - Au;
  • Steinheim - Burlafingen (Höhe Brandstetter See)  

alle  vom Bund Naturschutz betreut.    

  • Weiterhin Matzenhofen-Unterroth, Bereich Ingstetter Weiher und Autobahnzubringer Vöhringen ( vom LRA betreut ).
  • Zusätzlich ist die nächtliche Sperrung der Strecke Neuhausen-Tiefenbach zu beachten.

Denken Sie daran, dass vor allem warme, regnerische Abende die fortpflanzungsbereiten Amphibien massenweise zur Laichwanderung locken und fahren Sie dann besonders achtsam.

Wenn Sie viele tote Tiere auf der Straße finden und hier kein Amphibienzaun steht, dann melden Sie dies bitte unter 0173/ 3249171 oder BundNatNU@aol.com damit Schutzmaßnahmen ergriffen werden können!

Diese Rücksicht ist dringend notwendig: Die Amphibienbestände Bayerns sind anhaltend rückläufig, immer mehr Arten müssen in die Rote Liste gefährdeter Tiere aufgenommen werden. 13 der 19 heimischen Amphibienarten sind gefährdet. Besonders hohe Rückgänge gab es in den letzten Jahren bei Gelbbauchunke, Kammmolch , Kreuzkröte und in großen Landschaftsteilen beim Laubfrosch.


Ihr Ansprechpartner

Bernd Kurus-Nägele
Kreisgruppen Neu-Ulm und Günzburg
BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Tel: 0173- 324 9171
BundNatNU@aol.com