Aktiv werden

Sie wollen mitmachen? Gemeinsam mit anderen engagierten Menschen bei uns im Landkreis/ in der Stadt etwas bewegen? Aktiv dazu beitragen, dass über all den Baumaßnahmen und der Wirtschaftsförderung die Natur und Umwelt nicht völlig unter die Räder kommen?

Wir suchen engagierte Naturschützer, die uns bei Pflegemaßnahmen und Amphibienschutzeinsätzen unterstützen. Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf.


Schützen und Helfen!

Amphibienschutz

Bei warmen Frühlingstemperaturen verbunden mit Regenfällen findet die Hochphase der Amphibienwanderungen statt. Viele ehrenamtliche Helfer des Bundes Naturschutz (BN) retten an diesen Tagen Frösche, Kröten und Molche vor dem Verkehrstod. Ohne Hilfe haben viele Amphibien kaum eine Chance. Zahlreiche Populationen sind bereits ausgerottet worden. 

Ehrenamtliche Helfer können sich beim BUND Naturschutz melden.
Zudem bitten wir um Hinweise zu bislang unbekannten Amphibienwanderwegen, wo wegen fehlender Schutzmaßnahmen Frösche und Kröten überfahren werden. Mitteilungen bitte an den Bund Naturschutz Neu-Ulm unter 0173 / 3249171 oder per e-mail unter BundNatNU@aol.com.

Nach dem Winter verlassen schon ab Anfang  März die allerersten Frösche ihr Winterquartier. In den Wochen zuvor sind die Nächte meist noch viel zu kalt und zu trocken. Amphibien brauchen feuchtwarme Abend- und Nachtstunden zum Wandern, vorzugsweise bei Regen und einer Temperatur von über 5 °C. Sprunghaft gestiegene Temperaturen verbunden mit leichten  Regenfällen machen die Tiere mobil: Scharenweise überqueren sie die Straßen, um Teiche und Feuchtgebiete zum Ablaichen zu erreichen.
Schwerpunkte der Wanderung sind Talräume, in denen der Wald an Tümpel oder Weiher grenzt.

Kröten bewegen sich nicht nur langsam fort sondern verharren zusätzlich im Scheinwerferkegel in einer Schreckstellung. Wenn sie nicht direkt von einem Auto getötet werden, werden sie häufig ab ca. 60 km/h vom Luftwirbel der Autos erfasst, hochgewirbelt und getötet.

Vor allem an regnerischen Abenden wandern die Amphibien massenweise zu ihren Laichplätzen.
Der Bund Naturschutz  bittet die Autofahrer bei nächtlichen Fahrten um besondere Rücksicht. 

Folgende Strecken werden  vom Bund Naturschutz betreut:

  • Hausen - Holzschwang; 
  • Hirbishofen - Pfaffenhofen; 
  • Kadeltshofen - Straß; 
  • Finningen - Neu-Ulm;
  • Illertissen am Dorfweiher;
  • Thalfingen - Pfuhl; 
  • Steinheim - Remmeltshofen;
  • Bellenberg - Au;
  • Steinheim - Burlafingen (Höhe Brandstetter See)      
  • Weiterhin Matzenhofen-Unterroth, Bereich Ingstetter Weiher und Autobahnzubringer Vöhringen ( vom LRA betreut ).
  • Zusätzlich ist die nächtliche Sperrung der Strecke Neuhausen-Tiefenbach zu beachten.

Der BN appelliert an die Autofahrer, Rücksicht zu nehmen, nicht nur auf die Amphibien, sondern auch auf die Helfer am Straßenrand! Fahren Sie nicht schneller als Tempo 30. Zerquetschte Amphibien wirken auf Asphalt wie Schmierseife.

Wenn Sie viele tote Tiere auf der Straße finden und hier kein Amphibienzaun steht, dann melden Sie dies bitte unter 0173/ 3249171 oder BundNatNU@aol.com damit Schutzmaßnahmen ergriffen werden können!

Diese Rücksicht ist dringend notwendig: Die Amphibienbestände Bayerns sind anhaltend rückläufig, immer mehr Arten müssen in die Rote Liste gefährdeter Tiere aufgenommen werden. 13 der 19 heimischen Amphibienarten sind gefährdet. Besonders hohe Rückgänge gab es in den letzten Jahren bei Gelbbauchunke, Kammmolch , Kreuzkröte und in großen Landschaftsteilen beim Laubfrosch.


Ihr Ansprechpartner

Bernd Kurus-Nägele
Kreisgruppen Neu-Ulm und Günzburg
BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Tel: 0173- 324 9171
BundNatNU@aol.com