Gärtnern ohne Torf

Wenn Sie als Hobbygärtner/in etwas für die Natur übrig haben, sollten Sie nur noch torffreie Pflanzsubstrate für Garten und Balkon verwenden. Denn Gärtnern ohne Torf ist Klimaschutz: Der Torfabbau zerstört unsere ökologisch wichtigen Moore, die mehr Kohlendioxid speichern als alle Wälder der Erde zusammengerechnet (2-4 Tonnen CO2 pro Hektar). Rund 3-4 Millionen Kubikmeter Torf – vorwiegend aus osteuropäischen Mooren – landen jährlich in unseren Bau- und Gartenmärkten. Dabei gibt es längst gute Alternativen, schließlich wird Torf erst seit wenigen Jahrzehnten als Pflanzsubstrat verwendet. Praktisch alle Hersteller haben inzwischen auch torffreie Produkte auf dem Markt.

Für Ihren nächsten Einkauf finden Sie hier eine von der Kreisgruppe Neu-Ulm zusammengestellte Liste mit regionalen Anbietern torffreier Pflanzerden.

Torffreie Pflanzerden in der Region

Intakte Moore sind Lebensräume hochspezialisierter, selten gewordener Tier- und Pflanzenarten. Durch die enorme Wasserspeicherkapazität der Moore erfüllen sie auch eine wichtige Pufferfunktion im Hochwasserschutz. Deshalb sollte Torf im Moor bleiben und nicht als billiges Pflanzsubstrat verbraucht werden. Hier können Sie einen aktiven Beitrag zum Natur- und Klimaschutz leisten, indem Sie bei der Gartenarbeit auf torffreie Substrate umsteigen. Damit wird auch die Verwendung von Kompost, Rindenhumus und Holzfasern aus der Region gefördert und die Kreislaufwirtschaft vor Ort gestärkt.

Praktisch alle Gärtnereien und Gartenmärkte in unserer Region bieten inzwischen auch torffreie Produkte an. Leider führen diese aber immer noch ein Nischendasein neben zahllosen torfhaltigen Erden und auch reinem Torf, der noch vielfach angeboten wird. Beim Kauf sollte man genau auf den Aufdruck 'torffrei'  achten, da sonst meistens doch Anteile von Torf enthalten sind. Nur der Aufdruck 'torffrei' garantiert auch ein wirklich torffreies Substrat. Die Bezeichnung 'Bioerde' ist dagegen KEIN Zeichen für torffreie Substrate!

Aktion Gärtnern ohne Torf beim BN